Blixwerk

Bestseller auf dem Markt ausverkauft? Sonntag, 13:20 Uhr

2026-10-30

Die letzte Tasse in Petrolblau

Sonntag, 13:20 Uhr, Herbstmarkt im Innenhof eines alten Klosters. Es riecht nach Bratapfel und nasser Wolle. Mareike, Töpferin, steht hinter ihrem Tisch und hält die letzte petrolblaue Tasse in der Hand.

Die Tasse, die alle wollen. Die, wegen der Leute extra von der anderen Seite des Hofs herüberkommen.

Eine Frau im grünen Mantel fragt: „Haben Sie die noch in Blau? Ich bräuchte vier.“

Mareike lächelt. Innen rechnet sie. Im Kombi stehen zwei Kisten. Oder drei? Zu Hause im Regal steht noch etwas, glaubt sie. Und im Ofen steckt seit Freitag ein Brand, der eigentlich für nächste Woche gedacht war.

„Ich schau mal, ob ich noch welche im Auto habe“, sagt sie. Es klingt ruhiger, als sie sich fühlt.

Der Weg zum Parkplatz

Der Parkplatz liegt hinter dem Klostertor, ein paar Minuten zu Fuß. Mareike bittet die Standnachbarin, kurz auf den Tisch zu achten, und läuft los. Unterwegs läuft ein Gedanke mit, der nicht aufhört:

Wie viele sind es eigentlich noch? Wirklich?

Sie öffnet den Kofferraum. Zwei Kisten Weiß, eine Kiste Senfgelb. Blau: keine. Sie hebt Zeitungspapier an, schaut unter die Decke, als könnte sich dort eine Tasse versteckt haben.

Nichts.

Sie steht da, die Hand noch am Kofferraumdeckel, und merkt, dass es nicht nur um diese eine Frau im grünen Mantel geht. Es geht um etwas Größeres, das sie sonst wegschiebt: Sie weiß nicht, was sie hat. Sie weiß nicht, was sie nachbrennen soll. Und sie weiß nicht, ob die blaue Tasse mit Glasur, Strom und Verpackung am Ende überhaupt das Geld bringt, das sie ihr zutraut.

In ihrem Kopf steht eine Zahl, aber sie stammt aus dem Frühjahr. Seitdem gab es zwei Märkte, einen Onlineverkauf, ein Geschenk für die Schwägerin und eine Kiste, die beim Umräumen irgendwo gelandet ist.

Was „Gefühl für den Bestand“ wirklich kostet

Mareike hat ein Notizbuch. Es liegt auf dem Beifahrersitz, mit Kaffeerand auf dem Umschlag. Darin stehen Strichlisten, durchgestrichene Zahlen, ein Pfeil mit dem Wort „nachbrennen?“ und daneben ein Fragezeichen, das schon etwas verblasst ist.

Das System funktioniert. Meistens. So wie ein Fahrrad mit Platten funktioniert, wenn man nur kurze Strecken fährt.

Was es kostet, merkt man selten in Euro auf einmal. Es sind kleine Dinge:

Und vor allem das Stolpern im falschen Moment. Mittags, wenn der Hof voll ist und alle gerade Lust auf deine Sachen haben.

Der Satz, den sie nicht sagen will

Mareike geht zurück zum Stand. Die Frau im grünen Mantel wartet noch, mit einer Tüte vom Nachbarstand in der Hand.

„Blau ist leider ausverkauft“, sagt Mareike. „Aber ich kann Ihnen gern notieren, wann die nächsten fertig sind.“

Das Wort „wann“ ist ein Bluff. Sie weiß es nicht. Sie weiß nur, dass der Ofen läuft und dass sie sich irgendwo dazu etwas aufgeschrieben hat. Auf einem Zettel? Im Notizbuch? In der Nachricht an sich selbst von letzter Woche?

Die Frau nickt freundlich, nimmt eine weiße Tasse in die Hand, stellt sie wieder hin und geht weiter. Nichts Dramatisches. Kein Streit, keine böse Miene.

Aber Mareike spürt den kleinen Stich, der bleibt. Nicht weil ein Verkauf fehlt, sondern weil sie ihn hätte kommen sehen können, wenn sie die Zahlen vor sich gehabt hätte.

Der Moment, in dem es leiser wird

Am Abend sitzt Mareike im Auto, noch auf dem Parkplatz, Motor aus. Die Kisten sind leichter geworden. Das Wechselgeld klimpert in der Kassentasche. Es war ein guter Tag, das sieht sie. Und trotzdem sitzt dieser eine Gedanke neben ihr.

Sie denkt an eine Töpferkollegin, die mal erzählt hat, sie schaue montags kurz auf eine einzige Übersicht. Bestand, offene Bestellungen, was bald zur Neige geht. „Zehn Minuten, dann weiß ich, wo ich stehe“, hatte sie gesagt. Mareike hatte damals genickt und gedacht: Das ist was für Leute mit Büro.

Jetzt, mit der leeren Blau-Kiste im Kopf, klingt es nicht mehr nach Büro. Es klingt nach Atemluft.

Es müsste nichts Großes sein. Kein Programm mit hundert Menüs. Nur ein ruhiger Ort, an dem steht: So viel ist da. Das hier wird knapp. Das kostet mich ein Stück wirklich, und das ist bis wann zu verschicken.

Ein anderer Montag

Stell dir den Montag danach vor. Nicht perfekt, nur ordentlich.

Du setzt dich mit dem Kaffee an den Tisch. Du öffnest eine einzige Seite. Blau steht auf Gelb: bald nachlegen. Weiß ist entspannt. Zwei Bestellungen müssen diese Woche raus, und du siehst sofort, welche zuerst.

Kein Zählen im Flur. Kein Suchen im Notizbuch. Kein Rätselraten, ob die Zahl von gestern noch stimmt.

Am nächsten Markt stehst du anders hinter deinem Tisch. Wenn jemand nach vier blauen Tassen fragt, weißt du, ob du sie hast, ob sie schon im Ofen sind oder ob du ehrlich sagst: „Die kommen in zwei Wochen.“ Und du sagst es mit ruhiger Stimme, weil sie auf Wissen beruht und nicht auf Hoffnung.

Der Markt bleibt anstrengend, das Packen auch. Aber der Kopf ist freier. Und du fühlst dich ein Stück mehr wie jemand, der ein richtiges kleines Unternehmen führt, weil du es tust.

Wenn du dich wiedererkennst

Vielleicht ist es bei dir nicht Keramik. Vielleicht Seife, Schmuck, Leder, Strick, Papeterie. Die Szene bleibt gleich: der volle Hof, die Frage, die du nicht beantworten kannst, der Gang zum Auto.

Für genau solche Momente haben wir bei Blixwerk den Handmade & Craft Seller Inventory + Order Tracker (Excel) gebaut. Die Vorlage selbst ist auf Englisch. Sie zeigt dir Bestand mit Nachbestell-Hinweisen, was ein Produkt dich wirklich kostet und was am Ende bleibt, Bestellungen mit Versanddatum und alles auf einem Blick.

Wenn es dir nicht hilft, bekommst du innerhalb von 30 Tagen dein Geld zurück, ohne Fragen.

Den Tracker in Ruhe ansehen

Die Tasse in Petrolblau bleibt übrigens, was sie ist: dein Bestseller. Nur musst du künftig nicht mehr raten, wie viele davon noch da sind.

Eine beispielhafte Geschichte, geschrieben mit KI-Unterstützung.

Kommt dir bekannt vor? Handmade & Craft Seller Inventory + Order Tracker (Excel) – Excel tracker for craft sellers: stock with reorder alerts, real cost and margin per product, orders with ship-by dates, one-screen dashboard.

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