Freelance-Einkommen schwankt, kein Plan? Das Klassentreffen
2026-10-29
Samstagabend, kurz nach acht, Nebenzimmer vom „Goldenen Adler“. Auf dem Tisch stehen Brezeln, Weißbier und ein Schild mit der Aufschrift „Abi-Jahrgang 2006“. Jonas hat gerade sein erstes Glas in der Hand, da beugt sich Katrin zu ihm.
„Und? Du bist ja jetzt selbstständig. Läuft’s?“
Jonas, Webentwickler, 38, lächelt. Es ist das Lächeln, das er seit Monaten übt. „Ja, passt schon. Mal mehr, mal weniger.“
Sie nickt, als wäre das eine vollständige Antwort. Er nickt zurück. Und im Kopf rechnet er schon.
„Mal mehr, mal weniger“
Das Jahr hatte einen Sprung nach oben. Im Frühjahr kam ein großer Auftrag von einer Agentur in Hannover, drei Monate volle Auslastung. Im Mai war auf dem Konto so viel Geld wie noch nie. Jonas hat sich eine neue Tastatur gekauft und ein bisschen großzügig Pizza bestellt.
Dann kam der Sommer. Zwei Projekte wurden verschoben, ein Kunde war plötzlich „intern umstrukturiert“. Im August lag er zwischen den Terminen am Baggersee und tat so, als wäre das Absicht.
Jetzt ist Oktober. Und wenn ihn jemand fragt, wie das Jahr war, kann er es nicht sagen. Er weiß nur: Es fühlte sich an wie Achterbahn. Ob am Ende ein gutes Jahr herauskommt, ist ihm ein Rätsel.
Der Satz, der hängen bleibt
Am Tisch geht es um Hausbau, Kita-Plätze und Bausparverträge. Markus aus der Parallelklasse erzählt, dass er seit dem ersten Januar genau weiß, was er 2027 verdient. Er ist angestellt, es steht im Vertrag.
„Das stelle ich mir entspannt vor“, sagt Jonas. Es kommt leiser raus als gedacht.
„Und bei dir? Was planst du fürs nächste Jahr?“, fragt Markus. Er meint es freundlich. Er hat keine Ahnung, dass er gerade auf die wunde Stelle gedrückt hat.
Jonas sagt etwas von „ein paar Ideen“ und „mal schauen“. Dann geht er kurz raus, angeblich frische Luft.
Draußen auf dem Parkplatz lehnt er am Auto und gibt es sich selbst zu: Er hat keinen Plan. Nicht für 2027 und eigentlich auch nicht für November. Er hat ein Gefühl, wie viel reinkommen müsste. Er hat eine vage Hoffnung, dass sich ein paar Kunden melden. Und er hat die Angst, die er sonst nicht ausspricht: dass ein einziger schlechter Monat alles kippen lässt.
Was „kein Plan“ im Alltag kostet
Es ist nicht dramatisch, es ist eher leise. Jonas sagt Aufträge zu, die er nicht mehr bräuchte, weil er sich vor der Flaute fürchtet. Er sagt Urlaub ab, weil er nicht weiß, ob er ihn sich leisten kann. Und wenn ein Kunde nach seinem Satz fragt, antwortet er aus dem Bauch und ein bisschen zu niedrig, weil er nicht weiß, wie viele Stunden er im Jahr überhaupt verkaufen kann.
Dazu kommt dieses Gefühl, nicht wie ein „richtiges Unternehmen“ zu wirken. Andere haben Pläne, Quartalsziele, Budgets. Jonas hat einen Posteingang und gute Absichten.
Auf dem Rückweg in den Saal denkt er: Das Problem ist nicht, dass das Jahr schwankte. Selbstständige Jahre schwanken. Das Problem ist, dass er nie hingeschaut hat, wie sehr, und warum.
Der Sonntagmorgen danach
Am nächsten Tag sitzt Jonas mit Kaffee am Küchentisch, der Kopf etwas schwer vom Weißbier. Er hat sich vorgenommen, nur zu schauen, nicht zu lösen.
Er schreibt auf, was er weiß: Welche Monate waren stark, welche schwach. Welche Kunden kommen immer wieder. Wie viele Wochen er realistisch verkaufen kann, wenn er ehrlich Urlaub, Krankheit und Verwaltung abzieht. Es sind keine perfekten Zahlen. Aber zum ersten Mal liegt das Jahr als Ganzes vor ihm, nicht als Bauchgefühl.
Und etwas passiert, womit er nicht gerechnet hat: Es wird ruhiger in seinem Kopf. Die Achterbahn bekommt Schienen. Er sieht, dass der Sommer kein Zufall war, sondern ein Muster. Er sieht, dass er einen Teil davon hätte vorhersehen können.
Ein einfacher Rahmen, der Ziele, Auslastung und freie Wochen an einem Ort zusammenbringt, würde ihm vermutlich gar nicht viel abnehmen. Er würde ihm nur das Durcheinander im Kopf auf eine Seite legen.
Ein normaler Montag im Januar
Stell dir einen Montag im Januar vor. Du setzt dich hin, der Kaffee dampft, und du öffnest nicht erst die Mails, sondern deinen Plan. Du siehst, wo du stehst. Du weißt, dass im Frühjahr zwei Wochen frei sind, weil du sie selbst eingetragen hast, nicht erst, wenn alle anderen schon gebucht haben.
Eine Kundin fragt nach einem Termin im Mai. Du musst nicht zwei Minuten ins Leere starren. Du schaust nach und sagst ruhig zu oder ruhig ab.
Im Frühjahr ist ein Monat dünner als geplant. Das ist kein Schock mehr, sondern eine Zeile, die du früh gesehen hast. Du hast Zeit zu reagieren, bevor die Miete es für dich tut. Und am Ende des Quartals schaust du kurz zurück, ohne Drama, und passt an.
Du bist kein anderer Mensch. Du hast nur Boden unter den Füßen.
Wenn du dich im „Mal mehr, mal weniger“ wiedererkennst
Vielleicht kennst du den Moment auf dem Parkplatz. Dann gibt es etwas, das den Anfang leichter macht: den 2027 Freelance Business Planner (Excel). Die Vorlage ist auf Englisch, die Struktur ist aber schnell verstanden. Du planst darin Umsatzziele im Vergleich zu den tatsächlichen Zahlen, deine Pipeline, Auslastung und Urlaub, mit Quartalsrückblicken und einem Dashboard für den schnellen Überblick.
Er ersetzt keinen Steuerberater und trifft keine Entscheidungen für dich. Er gibt dir nur einen Ort, an dem dein Jahr sichtbar wird. Und falls er dir nicht hilft, gilt unser 30-Tage-Versprechen: Geld zurück, ohne Fragen.
Hier ansehen: 2027 Freelance Business Planner (Excel)
Das nächste Mal, wenn jemand fragt „Und, läuft’s?“, kannst du vielleicht einfach antworten, wie es wirklich ist.
Eine beispielhafte Geschichte, geschrieben mit KI-Unterstützung.