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Lieferant erhöht Preise: Verdienst du noch? Samstag, 6:50

2026-10-28

Samstag, 6:50 Uhr. Der Transporter steht mit offener Heckklappe auf dem Marktplatz. Es ist noch kühl, und aus der Thermoskanne dampft der erste Kaffee.

Jana klappt den Tisch auf. Sie verkauft handgenähte Ledergürtel, Schlüsselbänder und Kartenetuis. Die Ware liegt in drei Kisten, ordentlich nach Farben sortiert. Das ist das Einzige, was gerade ordentlich ist.

Dann vibriert das Handy. Eine Mail vom Lieferanten, Betreff: „Preisanpassung zum 1. November“.

Sie liest sie im Stehen, den Gürtelrohling noch in der Hand. Das Leder wird teurer. Die Schnallen auch. Dazu steht da ein freundlicher Satz über „gestiegene Kosten“ und „Ihr Verständnis“.

Jana nickt, als säße jemand neben ihr. Innerlich nickt sie nicht. Innerlich sagt eine Stimme: Und jetzt? Verdiene ich an dem Zeug überhaupt noch was?

Die Antwort, die du nicht hast

Das Schlimme ist nicht die Mail. Das Schlimme ist, dass du keine Antwort auf die Frage hast.

Du weißt ungefähr, was du damals für den Gürtel angesetzt hast. Das war irgendwann im Frühjahr, in einer Tabelle, die du seitdem nicht mehr angefasst hast. Du weißt, dass die Etuis gut laufen. Du weißt, dass die Schlüsselbänder immer ein bisschen schleppend gehen. Aber ob sie sich noch lohnen? Das ist ein Gefühl, keine Zahl.

Und ein Gefühl reicht nicht, wenn jemand am Stand fragt: „Ist das Etui auch in Cognac da?“ Du sagst: „Ich schau mal.“ Du wühlst in der zweiten Kiste. Du findest zwei. Du hattest mit fünf gerechnet.

Die Kundin lächelt und kauft eins. Du lächelst zurück. Im Kopf rechnest du schon wieder: Wie viel Leder hängt eigentlich noch in der Werkstatt? Zu welchem Preis habe ich das gekauft, zum alten oder zum neuen? Und wann muss ich nachbestellen, vor dem 1. November oder danach?

Du merkst, dass du es nicht weißt. Nicht, weil du schlecht bist. Sondern weil alles verteilt liegt: ein Teil im Kopf, ein Teil in der Tabelle, ein Teil auf Rechnungen im Ordner.

Was das leise kostet

Solche Mails kommen selten allein. Meist ist es nur der Anstoß, der etwas sichtbar macht, das vorher schon wackelte.

Vielleicht erhöhst du die Preise einfach pauschal. Dann fragst du dich, ob du zu viel verlangst. Vielleicht lässt du sie unverändert und hoffst, dass es schon irgendwie passt. Dann merkst du es im Dezember am Kontostand, wenn der Tag voll war und trotzdem wenig übrig bleibt.

Und es kostet etwas, das man nicht beziffern kann: dieses leise Ziehen im Bauch, jedes Mal wenn du an den Einkauf denkst. Du fühlst dich weniger wie eine Unternehmerin und mehr wie jemand, der hinterherläuft.

Um 9:15 Uhr ist der Stand voll. Zwei Stammkundinnen kommen, ein Mann sucht ein Geschenk für seinen Vater. Es läuft gut. Jana packt ein, kassiert, bedankt sich.

Und während sie lacht, denkt sie: Gut verkauft. Aber wie gut eigentlich?

Der Satz der Standnachbarin

Gegen Mittag wird es ruhiger. Die Standnachbarin, die Honig und Kerzen verkauft, schiebt ihren Klappstuhl herüber.

„Du siehst aus, als hättest du heute Morgen was Blödes gelesen.“

Jana zeigt ihr die Mail. Die Nachbarin überfliegt sie und zuckt mit den Schultern. „Bei mir war es im Frühjahr das Glas. Weißt du, was mir geholfen hat? Nicht die Preise. Erst mal nur hinschauen. Was liegt da, was hat es mich gekostet, was geht weg. Alles an einem Ort. Danach wusste ich, worüber ich überhaupt nachdenken muss.“

Sie sagt es beiläufig, nimmt einen Schluck Tee und wendet sich der nächsten Kundin zu.

Jana bleibt mit diesem Gedanken sitzen. Erst mal nur hinschauen.

Sie hatte die ganze Zeit versucht, die große Frage zu beantworten: Lohnt sich mein ganzes Geschäft noch? Das ist zu groß für einen Samstagmorgen zwischen Kisten. Aber die kleine Frage kann man beantworten: Was habe ich eigentlich da, und was hat es mich gekostet?

Ein anderer Montag

Stell dir vor, es ist der Montag nach diesem Samstag.

Du sitzt mit dem Kaffee am Tisch, die Werkstatt riecht nach Leder. Du öffnest eine Datei. Sie zeigt dir, was im Lager liegt, was es dich gekostet hat und wo der Bestand bald knapp wird. Nicht als Zahlenwüste, sondern als Übersicht, die du in ein paar Minuten verstehst.

Du siehst, dass die Cognac-Etuis bald zur Neige gehen. Du siehst, welches Material noch zum alten Preis im Regal liegt. Du siehst, was an Geld im Lager steckt und was davon langsam dreht.

Die Preisfrage ist damit nicht von allein gelöst. Aber sie ist plötzlich eine ruhige Frage, die du mit klarem Kopf entscheiden kannst. Vielleicht passt du manche Preise an, vielleicht bestellst du vor dem 1. November noch etwas nach, vielleicht nimmst du ein schleppendes Produkt raus. Das bleibt deine Entscheidung. Aber du triffst sie mit Zahlen vor Augen statt mit Magengrummeln.

Am nächsten Samstag stehst du wieder um 6:50 Uhr auf dem Marktplatz. Die Heckklappe ist offen, der Kaffee dampft. Wenn jemand nach dem Etui in Cognac fragt, sagst du: „Ja, zwei Stück, und die nächsten kommen am Donnerstag.“

Kein Wühlen. Kein „Ich schau mal“. Nur ein Satz, den du wirklich meinst.

Wenn du dich wiedererkannt hast

Vielleicht hast du keine Ledergürtel. Vielleicht verkaufst du Seife, Postkarten, Kaffee oder Ersatzteile. Aber vielleicht kennst du die Mail mit dem freundlichen Satz über „gestiegene Kosten“ und das Gefühl danach.

Für genau diesen Moment gibt es bei Blixwerk den Never Sold Out by Surprise – Inventory & Reorder Tracker. Es ist eine Excel-Datei mit automatischen Nachbestell-Hinweisen, Lagerwert und Übersicht, einmal mit Beispieldaten und einmal leer zum Loslegen, dazu eine PDF-Anleitung. Kein Abo. Die Vorlage selbst ist auf Englisch.

Wenn sie dir nicht hilft, bekommst du innerhalb von 30 Tagen dein Geld zurück, ohne Fragen.

Die nächste Preismail kommt bestimmt. Du kannst sie mit einem ruhigeren Gefühl lesen.

Eine beispielhafte Geschichte, geschrieben mit KI-Unterstützung.

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