Blixwerk

Selbstgemachtes verkaufen – verdiene ich überhaupt was?

2026-10-17

Sonntag, 14:20 Uhr. Handwerkermarkt in der alten Turnhalle. Die Luft riecht nach Bratwurst, Bienenwachs und nassen Jacken.

Du stehst hinter deinem Tisch mit den handgegossenen Kerzen. Mia heißt die Frau, die gerade eine in der Hand dreht. Genauer: Nennen wir die Verkäuferin Mia, sie ist eine erfundene Figur, aber vielleicht kennst du sie. Sie gießt seit zwei Jahren Kerzen im Keller, abends, nach dem Halbtagsjob.

Eine Kundin hebt eine Kerze hoch, riecht daran und lächelt. Dann dreht sie das Schild um.

„18 Euro? Hm. Das ist aber ganz schön viel für eine Kerze.“

Mia hört sich selbst sagen: „Ist alles Handarbeit.“ Es klingt wie eine Entschuldigung. Die Kundin nickt höflich, legt die Kerze zurück und geht weiter zum Stand mit den Seifen.

Und in Mias Kopf läuft die Frage, die sie sonst wegschiebt: Verdiene ich an dieser Kerze überhaupt etwas?

Der Preis, der irgendwann einfach so entstand

Die 18 Euro hat sie sich nicht ausgerechnet. Sie hat sich umgesehen. Eine ähnliche Kerze kostete bei einer Kollegin 16 Euro, im Laden an der Ecke 22. Also: 18. Das fühlte sich mutig und trotzdem vernünftig an.

Was das Wachs gekostet hat, weiß sie ungefähr. Den Docht auch. Die Gläser hat sie im Großpack bestellt, den Preis müsste sie nachschauen. Die Duftöle kamen in drei Lieferungen, mit Versand, mal mit Rabatt, mal ohne. Die Standgebühr heute: 45 Euro. Der Sprit. Das Etikettenpapier. Die Zeit im Keller, die in keiner Rechnung auftaucht, weil sie ja „Hobby war, bevor es mehr wurde“.

Am Ende des Markttags zählt Mia das Bargeld in der Kassenbox. Es sieht nach einem guten Tag aus. Es fühlt sich nach einem guten Tag an. Aber ob es einer war, könnte sie nicht sagen.

Das ist die leise Sorge, über die kaum jemand am Stand spricht. Nicht „Ich verkaufe nichts“, sondern: „Ich verkaufe, und ich weiß nicht, was davon bei mir bleibt.“

Was ein volles Auto verschweigt

Auf der Heimfahrt sind noch vier Kisten im Kofferraum. Zwei Kerzensorten sind fast weg, bei einer anderen liegen noch zwanzig Stück im Keller, die niemand wollte. Welche war es noch mal, die gut ging? Die mit Zeder oder die mit Orange?

Sie weiß es ungefähr. Ungefähr ist das Wort, das ihr Geschäft im Moment zusammenhält.

Dazu kommen die Online-Bestellungen. Zwei sind seit Freitag offen, eine Kundin hat schon nachgefragt, wann das Paket losgeht. Die Notizen dazu stehen auf einem Zettel, der irgendwo zwischen Marktflyern liegt. Der Marktkassenzettel steht in einem anderen Heft. Und im dritten Ordner, den sie „Buchhaltung“ nennt, sammeln sich die Belege für Wachs und Gläser, ohne dass sie je jemand mit etwas zusammenbringt.

Sie ist nicht nachlässig. Sie ist einfach allein, mit drei Heften und einem Kopf, der abends müde ist.

Der Satz, der etwas verschiebt

Am Montagmorgen steht sie in der Küche, die Kaffeetasse in der Hand, und denkt noch einmal an den Satz der Kundin. „Ganz schön viel für eine Kerze.“

Auf einmal fällt ihr auf: Das Problem war gar nicht der Satz. Das Problem war, dass sie keine Antwort hatte, die auf Wissen beruhte. Sie hatte nur Gefühl. Und ein Gefühl wird unter Druck leise.

Vielleicht muss es nicht so sein, denkt sie. Vielleicht braucht es keine große Buchhaltung, sondern nur einen Ort, an dem alles zusammenläuft: was im Regal liegt, was eine Kerze wirklich kostet, was bestellt ist und bis wann es raus muss.

Sie ist keine Betriebswirtin. Sie will auch keine werden. Sie will nur nicht mehr raten.

Wie ein Montag aussieht, wenn es Ordnung gibt

Stell dir denselben Montag vor, nur ruhiger.

Du setzt dich mit dem Kaffee an den Küchentisch und öffnest eine einzige Übersicht. Zehn Minuten, mehr nicht. Du siehst, dass das Zedernholz-Wachs bald knapp wird, bevor du es im Keller merkst. Du siehst, welche Bestellung heute rausmuss. Und du siehst bei jeder Kerze eine Zahl, die dir sagt, was nach Material, Gebühren und Verpackung tatsächlich übrig bleibt.

Vielleicht ist die Zahl bei der Orangenkerze kleiner, als du gehofft hast. Vielleicht ist sie bei einer anderen größer, als du dich getraut hast zu glauben. Beides ist in Ordnung. Beides ist besser, als es nicht zu wissen.

Am nächsten Markttag steht die nächste Kundin vor deinem Tisch, dreht das Schild um und sagt: „Hm, 18 Euro.“

Und du lächelst, ohne dich zu rechtfertigen. Du weißt, was in dieser Kerze steckt. Du musst nichts erklären. Vielleicht kauft sie, vielleicht nicht. Aber du gehst am Abend nach Hause und kennst die Zahl, die zählt. Ob du den Preis dann ändern willst, entscheidest du. Aber du entscheidest es mit Zahlen statt mit Bauchgrummeln.

Das Auto ist vielleicht trotzdem voll. Der Kopf ist es nicht mehr.

Wenn du dich in Mia wiedererkennst

Vielleicht stehst du nicht hinter Kerzen, sondern hinter Keramik, Schmuck, Karten oder Strickmützen. Das Gefühl ist dasselbe: Es läuft, aber du weißt nicht, was davon wirklich bei dir bleibt.

Für genau diesen Moment haben wir bei Blixwerk eine kleine Vorlage gebaut: den Handmade & Craft Seller Inventory + Order Tracker für Excel. Er bringt Bestand mit Nachbestell-Hinweis, die echten Kosten und die Marge pro Produkt, Bestellungen mit Versanddatum und eine Übersicht auf einer Seite an einen Ort. Die Vorlage selbst ist auf Englisch, die Handhabung ist aber schnell klar. Und falls sie dir nicht hilft, gibt es 30 Tage lang dein Geld zurück, ohne Fragen.

Eine Steuerberatung ersetzt das nicht, es ist ein Werkzeug zum Ordnen. Die Entscheidungen bleiben bei dir.

👉 Handmade & Craft Seller Inventory + Order Tracker ansehen

Eine beispielhafte Geschichte, geschrieben mit KI-Unterstützung.

Kommt dir bekannt vor? Handmade & Craft Seller Inventory + Order Tracker (Excel) – Excel tracker for craft sellers: stock with reorder alerts, real cost and margin per product, orders with ship-by dates, one-screen dashboard.

Ansehen