Blixwerk

Auftragsflaute im Winter? Der Eiskratzer um 7:50 Uhr

2026-10-28

Montagmorgen, kurz vor acht. Katrin steht auf dem Hof und kratzt Eis von der Frontscheibe ihres Transporters. Die Handschuhe sind noch feucht von letzter Woche. Der Atem hängt in der Luft.

Sie hat eigentlich nichts vor. Das ist ja das Problem.

Im Sommer ist ihr Kalender voll. Hecken schneiden, Beete anlegen, Rasen, Terrassen, ein Kunde nach dem anderen. Jetzt, Ende November, stehen auf dem Display nur noch zwei Termine. Einmal Laub, einmal Winterschutz bei Frau Demir. Danach: weiße Fläche bis Mitte Februar.

Das reicht nie, denkt sie. Und kratzt etwas fester.

Der Gedanke, der im Auto mitfährt

Sie setzt sich hinters Steuer, die Heizung pustet noch kalt. Sie fährt gar nicht irgendwohin. Sie sitzt nur da, weil der Hof zu still ist.

Im Kopf läuft dieselbe Schleife wie jedes Jahr. Wie lange trägt das, was auf dem Konto ist? Kommt im Januar die Versicherung zuerst oder die Rate für den Transporter? Wird es diesmal wieder so eng, dass sie im März Aufträge annimmt, die sie eigentlich nicht will, nur damit Geld reinkommt?

Sie weiß es nicht. Und das Nicht-Wissen ist schlimmer als die Zahlen selbst.

Am Wochenende hat ihre Schwester gefragt: „Und, wie läuft's so im Winter?“ Katrin hat gelächelt und „geht schon“ gesagt. Auf dem Heimweg hat sie sich darüber geärgert. Nicht über die Frage. Über das „geht schon“. Es war geraten.

Was die Flaute wirklich kostet

Die leeren Wochen kosten Geld, ja. Aber das ist nicht das Einzige.

Sie kosten Schlaf, weil man um drei Uhr nachts Kontostände im Kopf addiert. Sie kosten Stolz, weil man bei der nächsten Anfrage zu schnell zusagt, auch zu einem Preis, der eigentlich nicht passt. Und sie kosten die Freude an den ruhigen Wochen, die ja auch ein Geschenk sein könnten. Stattdessen fühlt sich jeder freie Tag wie ein Vorwurf an.

Katrin hat die Winter-Angst nie jemandem erzählt. Eine Selbstständige hat schließlich einen Plan. Das glauben zumindest die anderen.

Dabei hat sie nur Erfahrung. Sie weiß, dass es jedes Jahr so kommt. Sie hat bloß nie aufgeschrieben, wie es kommt.

Der Kaffee bei Frau Demir

Am Mittwoch steht sie bei Frau Demir im Garten und wickelt Vlies um einen Feigenbaum. Frau Demir bringt Kaffee raus und erzählt beiläufig, dass sie als Lehrerin jedes Jahr im Sommer Pläne für das Schuljahr macht. „Sonst gerät man doch ins Schwimmen“, sagt sie.

Katrin nickt. Und denkt auf der Rückfahrt an diesen Satz.

Sie hat ihr Jahr nie als Ganzes angeschaut. Nur Auftrag für Auftrag, Woche für Woche. Dass der Winter kommt, ist keine Überraschung. Überraschend ist jedes Mal nur, dass sie nicht vorbereitet ist.

Am Abend setzt sie sich mit Tee an den Küchentisch. Kein großer Aufbruch, kein Neuanfang. Sie schreibt nur auf, was sie sowieso schon weiß. Welche Monate stark waren. Welche Kunden jedes Jahr wiederkommen. Wann sie Urlaub machen will und wann nicht. Wie viel sie im Jahr ungefähr einnehmen möchte, und wie viel davon sie im Sommer schon beiseitelegen könnte.

Die Zahlen sind nicht schöner als vorher. Aber zum ersten Mal stehen sie nebeneinander.

Und dann ist der Winter einfach ein Monat

Stell dir vor, wie ein Montag im Januar dann aussieht.

Katrin kratzt wieder Eis. Gleiche Handschuhe, gleicher Atem in der Luft. Aber der Gedanke im Kopf ist ein anderer. Dezember bis Februar sind schwach, das habe ich so eingeplant. Zwei Wochen Urlaub sind fest drin. Drei Stammkunden habe ich schon für das Frühjahr angeschrieben. Mir fehlt kein Geld, mir fehlt nur Arbeit, und dafür gibt es einen Plan.

Sie setzt sich in den Transporter und fährt trotzdem nicht los. Diesmal sitzt sie da, weil sie die Zeit hat. Sie öffnet die Tabelle, trägt zwei neue Anfragen in die Übersicht ein und schaut, wie das Quartal aussieht. Fünf Minuten. Dann klappt sie den Laptop zu und geht in die Werkstatt, um endlich die Heckenscheren zu schärfen. Das wollte sie seit September.

Die Flaute ist nicht weg. Sie hat nur ihren Schrecken verloren.

Wenn du dich wiedererkennst

Vielleicht bist du keine Gärtnerin. Vielleicht bist du Texter, Fotografin, Handwerker oder Beraterin. Die Wochen, in denen es ruhig wird, sehen anders aus, das Gefühl im Bauch ist dasselbe: die Ahnung, dass es wieder eng werden könnte, ohne dass du genau sagen kannst, wann und wie sehr.

Das ist kein Zeichen, dass du kein „echter“ Selbstständiger bist. Es ist das Zeichen, dass du bisher niemanden hattest, der dein Jahr mit dir ansieht. Ein einfacher Plan kann das übernehmen: Wunschumsatz und tatsächliche Einnahmen nebeneinander, die Auftragslage im Blick, Urlaub, der nicht aus schlechtem Gewissen besteht, und ein kurzer Rückblick pro Quartal.

Für diesen Moment haben wir den 2027 Freelance Business Planner gebaut, eine Excel-Vorlage, die für das nächste Jahr genau das sortiert. Die Vorlage selbst ist auf Englisch, die Bedienung ist aber schnell verstanden. Wenn sie dir nicht hilft, bekommst du innerhalb von 30 Tagen dein Geld zurück, ohne Fragen. Er ersetzt keine Steuerberatung, er hilft nur, dass du deine Zahlen siehst.

Wenn du magst, schau ihn dir in Ruhe an:

👉 2027 Freelance Business Planner (Excel)

Eine beispielhafte Geschichte, geschrieben mit KI-Unterstützung.

Kommt dir bekannt vor? 2027 Freelance Business Planner (Excel) – Plan your 2027 income, capacity and time off in Excel: revenue targets vs actuals, pipeline, vacation planner, quarterly reviews, dashboard.

Ansehen