Wie viele Kunden brauche ich 2027? Der Zug nach Kassel
2026-11-01
Der Zug steht seit zehn Minuten zwischen Göttingen und Kassel. Mittwoch, 15:40 Uhr. Jana hat den Laptop auf den Knien, den Kaffee im Pappbecher neben sich und eine Zahl im Kopf, die sie seit Wochen mit sich herumträgt: 48.000 Euro.
So viel soll 2027 für sie drin sein. Als Webdesignerin, allein, ohne Chef und ohne Gehaltszettel. Die Zahl hat sie sich irgendwann nachts aufgeschrieben. Sie klang vernünftig. Jetzt, im stehenden Zug, klingt sie wie eine Behauptung.
In einer Stunde sitzt sie bei ihrem Steuerberater. Er wird freundlich fragen: „Und was planen Sie fürs nächste Jahr?“ Und sie wird etwas sagen wie „Ich hoffe, ein bisschen mehr als dieses Jahr.“
Hoffen. Das Wort bleibt hängen.
Die Zahl ohne Unterbau
Jana öffnet ihre Rechnungsordner. Es fühlt sich an, als würde sie in einer fremden Wohnung nach dem Lichtschalter tasten. Ein Kunde mit monatlichem Wartungsvertrag. Zwei Projekte, die im Frühjahr kamen und im Sommer endeten. Ein Auftrag, der sich über fünf Monate zog, weil das Feedback nie kam.
Und dann die Frage, die sie sich nie laut stellt: Wie viele Kunden brauche ich eigentlich, damit diese 48.000 Euro keine Wunschzahl bleiben?
Sie weiß es nicht. Nicht einmal grob. Sie weiß nur, dass sich der Herbst ruhig anfühlt und der Januar es vielleicht nicht tun wird. Dass sie im Sommer drei Wochen frei hatte und dafür im August doppelt so viel arbeitete. Dass „Urlaub“ in ihrem Kalender nur eine Lücke ist, die sie hinterher mit schlechtem Gewissen füllt.
Das Schweigen im Waggon ist laut. Irgendwo hinter ihr telefoniert jemand über Lieferzeiten.
Was so ein Ziel heimlich kostet
Es ist nicht die Zahl, die drückt. Es ist das Raten dahinter.
Wer kein Bild davon hat, wie ein Jahr aussehen könnte, sagt zu allem Ja. Zum Kunden, der zu wenig zahlt. Zum Projekt, das eigentlich nicht passt. Weil im Hinterkopf immer die Frage mitläuft: Was, wenn danach nichts kommt?
Und wer zu allem Ja sagt, plant seinen Urlaub nicht, sondern wartet, bis er ihn sich „leisten kann“. Das Wochenende ist nie ganz frei, weil der Posteingang es nicht ist. Sonntagabends rechnet Jana manchmal im Kopf, immer mit anderem Ergebnis, immer mit einem flauen Gefühl im Magen.
Sie hat nie gelernt, ein Jahr als etwas zu sehen, das man vorher ansehen darf. Wie eine Landkarte, nicht wie Wetter.
Der Zettel im Café
Der Zug rollt endlich an. In Kassel bleibt ihr noch eine halbe Stunde, sie setzt sich in ein Café neben dem Bahnhof. Kein Laptop diesmal, nur der Notizblock.
Sie schreibt die Zahl oben hin. Darunter, ganz vorsichtig, ein paar Fragen. Wie viele Wochen im Jahr will ich wirklich arbeiten? Wie viele Wochen frei sind mir wichtig? Was bringt ein typischer Auftrag? Was ein Dauerkunde? Wie viele Anfragen müssen eigentlich reinkommen, damit am Ende genug davon zusagen?
Zum ersten Mal steht das alles auf einer Seite. Es ist nicht fertig, es ist nicht perfekt. Aber es ist da. Und es verändert etwas Merkwürdiges: Die Zahl 48.000 sieht plötzlich nicht mehr wie ein Berg aus. Eher wie ein Weg mit Abschnitten.
Sie merkt, dass sie die Antwort gar nicht heute Abend braucht. Sie braucht einen Ort, an dem sie sie in Ruhe finden kann.
Ein ganz normaler Montag im Januar
Stell dir vor, wie das aussehen könnte. Nicht spektakulär. Nur ruhig.
Es ist Montagmorgen, kurz nach neun. Du öffnest eine Datei und siehst auf einen Blick, wo du im Jahr stehst. Welche Aufträge schon sicher sind, welche noch in der Schwebe, welche Quartale noch Luft haben. Der Urlaub im Sommer steht nicht „irgendwo“, sondern eingetragen, mit Datum, und alles andere plant sich darum herum.
Eine Anfrage kommt rein, die nicht ganz passt. Früher hättest du zugesagt, aus Angst. Heute schaust du kurz auf dein Jahr, atmest und schreibst freundlich: „Danke, im Moment passt es bei mir nicht.“ Ohne Herzklopfen.
Am Quartalsende setzt du dich eine halbe Stunde hin, vergleichst Ziel und Wirklichkeit und stellst fest: Du liegst ein bisschen drunter. Das ist kein Drama mehr, sondern eine Information. Du weißt, was du als Nächstes tun kannst, und du schließt den Laptop um sechs.
Das Wissen verändert nicht, wie viel du arbeitest. Es verändert, wie sich das Arbeiten anfühlt.
Der Termin beim Steuerberater
Als Jana an diesem Nachmittag die Kanzlei betritt, hat sie den Zettel in der Jackentasche. Auf die Frage nach dem nächsten Jahr sagt sie nicht „ich hoffe“, sondern: „Ich habe ein Ziel und arbeite gerade an einem Plan dafür.“ Mehr nicht. Er nickt, schreibt etwas auf, und sie merkt, wie ihre Schultern ein Stück nach unten wandern.
Steuerliche Fragen klärt sie weiter mit ihm. Das ist sein Feld, nicht ihres. Aber das Bild von ihrem eigenen Jahr, das gehört ihr.
Wenn du dich in Jana wiedererkennst
Vielleicht sitzt du gerade selbst irgendwo, mit einer Zahl im Kopf, für die du noch keinen Unterbau hast. Dann könnte der 2027 Freelance Business Planner (Excel) ein ruhiger nächster Schritt sein. Er ist eine Excel-Vorlage, bisher auf Englisch, und hilft dir, Einkommensziel, Auftragslage, Kapazität und freie Wochen für 2027 an einem Ort zu sehen: mit Soll und Ist, Pipeline, Urlaubsplaner, Quartalsrückblicken und einem Dashboard.
Er ersetzt keine Steuerberatung und nimmt dir keine Entscheidung ab. Er gibt dir nur etwas, worauf du dich beim Entscheiden stützen kannst. Und falls er dir nicht hilft, bekommst du innerhalb von 30 Tagen dein Geld zurück, ohne Fragen.
Der Rest ist ein Montag, an dem du dein Jahr ansiehst, ohne zusammenzuzucken.
Eine beispielhafte Geschichte, geschrieben mit KI-Unterstützung.